Warum eine Webseite keine gedruckte Anzeige ist

Das Ausgabemedium

Text in einem Printerzeugnis vs. Text auf einer Website

Während bei der auf Papier gedruckten Form das Ausgabemedium und somit auch die Formate, in denen es erstellt wurde, feststeht, muss eine Internetseite sehr viel dynamischer aufgebaut werden.

Das Ausgabegerät (zum Beispiel: Monitor) ist zum Teil abhängig von der verwendeten Auflösung und der tatsächlichen Größe des Browserfensters. Letzteres kann durch den Benutzer definiert eingestellt sein und somit wesentlich kleiner als den zur Verfügung stehenden Platz des Ausgabegerätes einnehmen. Symbolleisten und zusätzlich geöffnete Fenster und Leisten engen den sichtbaren Bereich weiter ein.

Andere Formen der Ausgabe:
Braillezeile, Drucker, Projektor, Textbrowser, Vorlesebrowser, Teletext, TV, Handy, PDA und Pocket-PC.

Flexibilität

CSS macht's möglich

Damit keine unnötigen Scrollleisten entstehen, der Inhalt der Internetseite aber auch nicht "verloren" dargestellt wird, sollte sich der Inhalt dem Browserfenster weitestgehend anpassen. Dem Besucher sollte zudem die Möglichkeit gegeben werden, individuell seine bevorzugte Schriftgröße einzustellen.

Durch benutzerdefinierte Einstellungen müssen sich die Bereiche, in denen etwas dargestellt wird, sich ebenfalls den neuen Anforderungen anpassen. Je nach verwendeter Schriftgröße passen entsprechend mal mehr, mal weniger Wörter in eine Zeile.

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Look and Feel

Das sieht gut aus - auch unter der Motorhaube

Eine Internetseite muss nicht schlecht aussehen. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass nicht alle Besucher gleiche Einstellungen bevorzugen. Die notwendigen Formatierungen, die ein bestimmtes Aussehen bezwecken sollen, müssen mit den Wünschen des Besuchers harmonieren. Ein gleiches Aussehen wie in gedruckter Form wäre daher unzweckmäßig und auch nicht zu erreichen.

Da gleiche Formatierungen möglicherweise auch auf anderen Seiten benötigt werden, sollten diese auch nicht mit der Seite geladen werden. Hier empfiehlt sich der Einsatz einer sogenannten CSS-Datei, die alle Formatierungen vereint und als eigene Datei ausgelagert wird.

Mit dem ersten Aufruf einer Seite Ihrer Präsenz wird die CSS-Datei im Browser des Besucher gecached und steht mit allen Formatierungen auch anderen Seiten zur Verfügung. Hierdurch kann unnötiger Traffic vermieden werden. Zudem erleichtert sie das Überarbeiten einzelner oder aller Seiten Ihrer Präsenz. Änderungen des Aussehens werden nur noch in dieser Datei vorgenommen. Das ermöglicht Ihnen geringere Kosten und Zeiten, die durch Überarbeitungen entstehen würden.

Mit Hilfe von CSS-Dateien kann eine Internetseite in verschiedenen Ausgabegeräten verschieden dargestellt werden. Ist beispielsweise ein Menü für die Darstellung im Monitor notwendig, so erfüllt es in gedruckter Form eigentlich keinen Zweck. Speziell für die Ausgabe am Drucker könnten durch wenige Formatierungen sehr leicht unerwünschte Bereiche einfach ausgeblendet werden, ohne dass hierfür eine neue Seite geschrieben werden müsste.

Container statt Tabellen

Die zweckmäßigen Container

Die Wahl der zweckmäßigen Container ist zwingend vorgeschrieben. So wurden noch vor wenigen Jahren, als CSS noch nicht oder nur bedingt im Browser funktionierte, Tabellen zum layouten zweckentfremdet. Es macht aus heutiger Sicht keinen Sinn, eine Tabelle für etwas zu missbrauchen, wenn die dargestellten Inhalte keine tabellarischen Daten sind. Auch analysieren mittlerweile viele Suchmaschinen die Inhalte einer Website. Stehen diese in falschen Containern, kann es hierdurch zu einer Abwertung Ihrer Präsenz und somit zu einem schlechteren Ranking führen.

Es reicht nicht, die Schrift einfach größer und fetter darzustellen, um damit eine Überschrift zu simulieren. Jeder Inhalt sollte in ein semantisches HTML-Element eingebaut werden, das auch für diesen Zweck vorgesehen ist. Bei semantischem Code übermitteln HTML-Elemente nicht wie die Inhalte aussehen sollen, sondern welche Bedeutung oder Funktion sie haben. Für das Aussehen ist die CSS-Datei zuständig.

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Medienobjekte

Medieninhalte in geeigneter Form präsentieren

Nicht alles, was in eine Internetseite eingebunden wurde, kann auch dargestellt werden. Text ist der einzige Inhalt, der von allen Ausgabegeräten inklusive Suchmaschine gelesen werden kann. Nur grafikfähige Browser können auch Bilder, Animationen oder Filme darstellen. Einige Medien (zum Beispiel: Flash) benötigen ein zusätzliches PlugIn, um dargestellt zu werden. Doch was im Browser des Besucher auch tatsächlich vorhanden ist, ist unbekannt. Selbst wenn es vorhanden wäre, könnte es deaktiviert sein.

Alternative Inhalte anbieten

Alternative Inhalte ermöglichen hier die Darstellung eines Inhaltes in anderer Form, auch wenn der eigentliche Inhalt nicht dargestellt werden kann. Er sollte jedoch niemals vergessen werden. Was nützt es dem Besucher, wenn statt der Information garnichts gezeigt wird? Alternative Inhalte müssen mit dem eigentlichen Inhalt geladen werden, egal ob diese dargestellt werden können oder nicht. Die Seite wird hierdurch größer (mehr KB), unter Umständen erfordert dieses wesentlich längere Ladezeiten.

Musik gehört zu den Medien, die besser nicht in eine Website integriert werden sollte. Musikfiles sind recht groß. Je nach Länge und Qualität des Song können wenige hundert Kilobyte, aber auch einige Megabyte erforderlich sein. Da bekanntlich auch der Computer mehrere Aufgaben gleichzeitig ausführen kann, kann bereits eine andere Musik, zum Beispiel von der eingelegten CD, abgespielt werden. Auch ist nicht bekannt, ob Ihre Musik den Geschmack des Besucher treffen würde. Eine Einbettung von Musik in geeigneten Datenformaten ist natürlich möglich und auf Wunsch setzen wir dies auch um, wenn Sie das wünschen.

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Ladezeit niedrig halten

Jede Ressource benötigt eine gewisse Zeit, bis diese im Browser darstellbar ist. Da noch nicht alle Besucher einen DSL-Anschluss haben, stattdessen noch immer mit einem 56k-Modem ausgerüstet sind, können zwischenzeitlich mehrere Minuten vergehen, bis die Seite mit allen Inhalten geladen wurde.

Beispiel

Ein 500 Kilobyte großes Bild würde mit einem DSL-2000-Anschluss theoretisch nach 2 Sekunden geladen sein. Zum Vergleich würde die gleiche Datei mit einen 56k-Modem über 1 Minute benötigen. Praktisch würde die Zeit wesentlich länger sein, da eine optimale Verbindung niemals erreicht wird.

Kontrollierte Qualität

Transparenz durch Validierung

Grundvoraussetzung für eine korrekte Darstellung ist ein fehlerfreier Quelltext. Nicht alle Ausgabegeräte sind auf dem gleichen Stand. Kleine Unterschiede in der Interpretation des Quelltextes sind daher vorprogrammiert. Internetseiten sollten vor Veröffentlichung beim W3C auf Validität überprüft und in verschiedenen Systemen getestet werden.

Zusätzliche Informationen

Tags beschreiben Information

Jede Internetseite hat einen Bereich für weitere information zu diesem Dokument. Diese Informationen werden in der jeweiligen Seite nicht dargestellt und sind hauptsächlich für Suchmaschinen und die verschiedenen Ausgabegeräte interessant.

Zum Beispiel stehen hier:

  • die Landessprache, in der diese Seite erstellt ist;
  • die Zielgruppe, für die diese Seite gedacht ist;
  • eine Kurzbeschreibung des Inhalts;
  • Schlüsselwörter (Keywords), nach denen ein Besucher suchen würde, um diese Seite zu finden usw.

Da mit Keywords in Metatags sehr viel Unfug betrieben wurde, haben diese heutzutage nur noch geringe Relevanz und werden von Suchmaschinen weitestgehend ignoriert. Wichtige Schlüsselwörter sollten daher in Überschriften eingebaut werden.

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