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Flash kann eine Bereicherung sein, wenn es darum geht, bei geringer Datenmenge Medieninhalte wie etwa Filmsequenzen in Webseiten einzubinden. Problematisch ist die Flash-Technologie dann, wenn ganze Websites in Flash realisiert werden. Warum? Nun, es ist viel darüber geschrieben worden, dennoch in Kürze folgende Anmerkungen, die den Einsatz von Flashfilmen kritisch beleuchten. Bevor Sie Flash einsetzen, sollten Sie sich vergewissern, ob es nicht zugänglichere Alternativen gibt.
Flash wird immer noch als Mittel zur Aufwertung von (minderwertigem) Inhalt verwendet. Wenn eine Website keine textuellen Informationen transportiert, dann hat sie ihre Daseinsberechtigung eigentlich schon verloren. Suchmaschinen lesen Text. Flash ist kein Text, sondern ein Objekt mit Objektdaten. Suchmaschinen listen reine Flashseiten (ohne Alternativinhalte in maschinenlesbarer Sprache) nicht, weil sie sie nicht lesen können. Auch Besucher einer Website, die selbst nicht oder nur schwer lesen können, werden von Inhalten, die ausschließlich mittels Flash-Technologie vermittelt werden, ausgeschlossen. Flash kann eine Barriere sein, wenn die Alternativinhalte wie z. B. Untertitel fehlen. Schlecht gestaltete Flash-Navigationen lassen sich nicht skalieren. Die Textgröße kann nicht verändert werden, ohne dass das Objekt aus seinem Kontext herausgelöst wird. Dadurch ist das Flash-Objekt eine Zumutung für Besucher.
Flash ist in erster Linie ein Hindernis bei der Verarbeitung von Formularen, da die wichtigen Funktionen, die moderne Browser dem Anwender bieten, ausgehebelt werden. Der Benutzbarkeitsaspekt bleibt auf der Strecke. Phishingseiten und andere Phänomene nutzen die Schwachstellen aus, die durch die Verarbeitung von Flash immer gegeben sind: ActiveScripting ermöglicht bekanntermaßen das Beschreiben von Systemressourcen und Datenträgern wie etwa Festplatten.
Flash erfordert ein installiertes und aktiviertes Plugin, das nicht alle Internetbesucher haben oder wünschen. Auch im Internet Explorer 7 lassen sich die Add-Ons deaktivieren. Je nach der gewählten "Internetzone" und den damit gesetzten Einstellungen für aktive Inhalte wird Flash verarbeitet oder eben nicht. Es gibt verschiedene Versionen des Flash-Plugins und die neuste und für den Browser passende hat nicht jeder Besucher. Niemand lässt sich gerne nötigen, Software zu laden, um an Informationen zu kommen. Oft sind die Informationen nicht als solche ausgezeichnet und Flash wird zu einem armseligen Medientheater, um Nicht-Information möglichst bewegt, bunt animiert und geräuschvoll durch akkustische Reize (sind die Lautsprecher oder Kopfhörer denn an?) dem hilflosen Besucher aufzudrängen.
Es wird nichts angezeigt, wenn der Besucher sicherheitsbewusst surft und ActiveScripting und ActiveX-Controls nicht zulässt. Flash kann, sinnvoll eingesetzt, eine optische und akkustische Bereicherung für eine Website sein. Von dem Großteil der Besucher wird das jedoch als störend empfunden. Dies belegen Zugriffsstatistiken (Logfiles) auf dem Webserver und Umfragen bei Internetnutzern. Große Unternehmen haben dies mittlerweile auch bemerkt und so finden sich immer weniger Flashinhalte bei seriösen Internetauftritten von beispielsweise Automobilherstellern. (Doch das nur am Rande.) Wer Flash als alleiniges Mittel zur Gestaltung von Webinhalten einsetzt, versteht SGML und das textuelle Medium Internet wohl nicht? Falls Ihr Webdesigner Ihnen vorschlägt Ihre Website ausschließlich in Flash zu gestalten, dann fragen Sie ihn doch höflich, was er beruflich macht. Fragen Sie ihn auch, ob Sie gegebenenfalls Inhalte ersetzen können, ohne dass Sie teure Software anschaffen müssen, um .fla, .flv und .sfw-Dateien bearbeiten zu können.
Die Netscape-Browserfamilie und die Microsoft-Browser stellen unterschiedliche Anforderungen an Flash, was die Integration in das Markup (Quelltext) einer Website durch den Webdesigner betrifft. Während der Internet Explorer zwar das <object>-Tag unterstützt, dafür jedoch die Datei nicht sofort lädt und eine Class-ID erwartet, möchten Mozilla Firefox und die anderen Netscape-Derivate, dass das Objekt mit <embed> eingeleitet wird, sonst zeigt der Browser einfach nichts an.
Werden nun beide Möglichkeiten verwendet, dann ist der Code der Webseite nicht mehr gültig; das Markup wird vom Validator zu Recht als "invalid" und somit nicht mehr standadkonform ausgewertet. Was also tun?
Dieser Artikel wird zur Zeit überarbeitet. Wir bitten um Verständnis.